Die Johannesfamilie

 

Die Kongregation des Heiligen Johannes wurde 1975 durch den Dominikanerpater Marie-Dominique Philippe (1912-2006) gegründet.

Der Patron des Ordens ist Johannes, der Apostel und Evangelist, der am Herzen Jesu ruhte und der unterm Kreuz Maria als Mutter empfing.

Die Johannesfamilie umfasst vier Zweige:

  • die Brüder,

  • die Kontemplativen Schwestern des Hl. Johannes,

  • die Apostolischen Schwestern des Hl. Johannes

  • und die Oblaten (= Laien, die in der Welt nach dem Geist des Hl. Johannes leben).

Die Brüder

 

Nach einer Zeit des Noviziats und der Ausbildung (sieben Jahre) leben die Brüder in kleinen Gemeinschaften, in Prioraten. Jedes Priorat hat seine apostolischen Schwerpunkte; vor allem aber sind sie geistliche Oasen, in denen Besucher empfangen werden und “auftanken” können; sie sind Orte der Suche und Verkündigung der Wahrheit und der gelebten Nächstenliebe.

 

Heute zählt die Gemeinschaft der Johannesbrüder ca. 550 Brüder (davon 270 Priester) 35 verschiedener Nationalitäten. Mehr als 150 Brüder sind in der Ausbildung, davon sind etwa 50 Novizen. Die Brüder sind auf etwa 60 Priorate in mehr als 30 Ländern auf den fünf Kontinenten verteilt.

 

Beispiele für apostolische Aufgaben, die die Brüder in den Diözesen wahrnehmen, sind:

 

  • Vorträge und Predigten

  • Betreuung von Wallfahrtsorten

  • Exerzitien- und Gästehäuser

  • Pfarreien

  • Begleitung der Jugend

  • Begleitung der Familien

  • Festival St. Jean (kath. Jugendfestival im Geist der Weltjugendtage)

  • Schul- und Universitätsseelsorge

  • Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge

Die Kontemplativen

Schwestern

 

Der Zweig der kontemplativen Schwestern des Hl. Johannes wurde von P. Marie-Dominique Philippe am 8. Dezember 1982, also sieben Jahre nach den Brüdern, gegründet.Der Erzbischof von Lyon errichtete sie am 25.

 

März 1994 als Kongregation diözesanen Rechts.

Das Wichtigste im Leben der kontemplativen Schwestern ist das Gebet. Gemeinsames Gebet (Anbetung vor dem Allerheiligsten) und persönliches Gebet bestimmen ihren Tagesrhythmus. Die Eucharistie ist die Quelle und der Höhepunkt ihres Lebens (Lumen Gentium, 11).

 

Die Schwestern leben ihre totale Hingabe an Gott in der Stille und der Einsamkeit, aber auch in der brüderlichen Nächstenliebe. Denn wie Johannes sagt: “Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht” (1 Joh 4,20). Daher leben die Schwestern in Gemeinschaft zusammen.

Durch ihr Gebet tragen sie in besonderer Weise das Apostolat der Brüder und der apostolischen Schwestern.

Die Oblaten

 

Die Oblaten sind Laien, die in der Welt unter der Vaterschaft des hl. Johannes leben. Neben den Brüdern und Schwestern bilden sie einen eigenen Zweig der Johannesfamilie.

 

Die Säkularoblatur ist eine Weihe an die Allerheiligste Dreifaltigkeit durch die Hände Mariens mit dem Ziel, immer mehr nach dem Evangelium zu leben. Die Oblaten folgen einer eigenen Lebensregel, die ihnen erlaubt, im Geist der Regel der Brüder und Schwestern mitten in der Welt zu leben. Ihr apostolisches Wirken findet entsprechend ihrer

Verantwortung in Familie, Pfarrei, Gesellschaft oder Politik statt.

 

Mit Maria und im Geist des hl. Johannes möchten die Oblaten ihre Taufweihe bewusst leben. Deshalb haben Gebet, Nächstenliebe und das Hören auf das Wort Gottes in ihrem Leben große Bedeutung.

 

Die Oblaten sind einem Priorat ihrer Wahl angegliedert, wo sie auch Einkehrtage verbringen können.

 

© Die Apostolischen Schwestern vom heiligen Johannes. Haus Betanien. Burgstraße, 18. 92355 Velburg. 09182/1684. hljvelburg@gmail.com